Klauselgestaltungen in Römischen Testamenten
Internationale Tagung zum Römischen Testamentsrecht
6.–7. November 2020
Universität Wien/online

Programm

 
Plutarch berichtet, dass Cato der Ältere lediglich drei Dinge in seinem Leben bereut hat; eines davon war, einen einzigen Tag ohne Testament gelebt zu haben. Diese Anekdote zeigt – auch wenn sie übertreiben mag – den sprichwörtlich gewordenen „horror of intestacy“ der Römer. Die enorme Masse an überlieferten Quellen zu Problemen des äußerst komplex gestalteten römischen Testamentsrechts macht die besondere Bedeutung dieses Gegenstandes offenbar. Sehr häufig nahmen Prinzipien, welche sodann auch auf Rechtsgeschäfte unter Lebenden übertragen wurden, hier ihren Ausgang. Die dokumentarische Überlieferung belegt überdies gerade für dieses Rechtsgebiet besonders eindrucksvoll das Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis. Führende Expertinnen und Experten nehmen anlässlich einer „Internationalen Tagung zum Römischen Testamentsrecht“ einzelne Aspekte der Rechtsentwicklung in den Blick und beleuchten die Hintergründe von „Klauselgestaltungen in Römischen Testamenten“. Ein in der Reihe „Wiener Studien zu Geschichte, Recht und Gesellschaft/Viennese Studies in History, Law and Society“ des Peter Lang Verlages publizierter Tagungsband wird die Ergebnisse der Tagung einem breiten Publikum zugänglich machen.


Dr. Lisa Isola organisiert die Tagung mit renommierten Vortragenden aus Deutschland, Ungarn, Italien und der Schweiz im Rahmen des von ihr als Inhaberin einer Hertha-Firnberg-Stelle am Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien durchgeführten FWF-Projekts zur „Konversion letztwilliger Verfügungen im klassischen Römischen Recht“. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie auf der Homepage des FWF (https://pf.fwf.ac.at/de/wissenschaft-konkret/project-finder/42324).