50 Jahre Wiener Rechtsgeschichtliche Gesellschaft

Die Wiener Rechtsgeschichtliche Gesellschaft (WRG) feierte am 9. März 2026 ihren 50. Geburtstag. Aus diesem Anlass lud der (im März satzungsgemäß scheidende) Präsident der WRG, ao.Univ. Prof. Dr. Michael Memmer (Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte) am Dienstag, den 10. März 2026, zu einem Festakt ins Dachgeschoß des Juridicums. Den programmatischen Festvortrag hielt der Präsident des Verfassungsgerichtshofes, Herr Univ. Prof.  DDr. Dr.h.c. Christoph Grabenwarter zum Thema: „Die Verfassungsentwicklung im Spiegel der Geschichtswissenschaft“. Der Vortragende leuchtete darin anhand zahlreicher Fallbeispiele aus der juristischen Zeitgeschichte die Beziehung der akademischen Fächer „Geschichte“ und „Rechtsgeschichte“ aus und verknüpfte dies mit fünf Grundsatzfragen zu deren didaktischer Vermittlung. Hernach schritt Prof. Memmer zur Präsentation der von Hon.-Prof. MinR Dr. Josef Pauser, MSc (Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte) und von ihm edierten Festschrift „Wiener rechtshistorische Melange“ (Wiener rechtshistorische Melange | Print | 99.105005/9783704698445). Dieser Band vereint 28 Miniaturen, welche, verfasst vorwiegend, aber nicht nur von Vertreterinnen und Vertretern der historischen Fächer der Wiener rechtswissenschaftlichen Fakultät, einen lebendigen Einblick in die aktuelle romanistische und rechtsgeschichtliche Forschung in Wien geben, aber auch die Geschichte der Gründung der WRG und ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten erzählen. In Anschluss lud auch das von GERLACH Rechtsanwälte großzügig unterstütze Postkolloquium zu intensivem Austausch.

Als Präsidentin der WRG für das Vereinsjahr 2026/27 ist Frau Ass.-Prof. Dr. Kamila Staudigl Ciechowicz, LLM (Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte) gewählt.

Philipp Scheibelreiter

(Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte)